Leben und wohnen in wiesbaden Mitte

Gegen die Verdrängung von Mieter*innen und bezahlbaren Wohnraum

Insgesamt ist der Ortsbezirk, geprägt von Mietwohnungen, nur 5,1 % wohnen in den eigenen vier Wänden. Obwohl es in Wiesbaden Mitte noch viele Wohnungen mit moderaten Mieten gibt, ist der Wohnungsmarkt angespannt. Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, die auf eine neue Wohnung angewiesen sind, suchen oft monatelang vergeblich. Wer seine ehemalige Wohnung verliert oder nicht mehr halten kann, steht vor drastisch gestiegenen Mieten in seinem Viertel und muss woanders hinziehen. Der Charme und die Lebendigkeit historisch gewachsener Viertel in der Innenstadt drohen verloren zu gehen.

 

Deutliche Mietsteigerungen im Bergkirchenviertel

Bei vielen Häusern im Bergkirchenviertel laufen die Mietpreisbindungen für Sozialwohnungen aus. Trotz Mietpreisbremse können dann Mietsteigerungen bis zu 15% durchgesetzt werden – bei Neuvermietungen sind sogar Mieten 10% über dem Mietspiegel möglich. Hartz IV- und Wohngeldempfänger sind betroffen, wenn z. B. wegen des Auszugs der erwachsenen Kinder Wohnungen als zu groß bemessen werden. Auch Modernisierungen können auf die Miete umgelegt werden, die vom Wohngeld oder Hartz IV nicht mehr aufgefangen werden.

 

Deshalb setzen wir uns im Ortsbeirat Mitte für Erhaltungssatzungen ein. Der Verdrängung von Mietern und Geschäftsleuten aus der Innenstadt soll ein Riegel vorgeschoben werden, indem die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen genehmigungspflichtig wird.

Obdachlose halten sich oft am Kranzplatz und am Luisenplatz auf. Es fehlt an aufsuchender Sozialarbeit und an einer festen öffentlichen Toilettenanlage.

Insgesamt fehlt es an unkommerziellen Treffpunkten, an Spielplätzen und Angeboten der Freizeitgestaltung, vor allem für Kinder und Jugendliche.

 

Wir setzen uns ein

  • gegen Leerstand und Verdrängung durch Luxussanierung sowie die Zweckentfremdung durch Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen,
  • für einen Leerstandskataster, der einen Überblick über die leerstehenden Immobilien gewährt,
  • für einen Mietendeckel und mehr städtische Immobilien für Formen gemeinschaftlichen Wohnens,
  • für eine öffentliche Toilettenanlage am Luisenplatz,
  • für mehr aufsuchende Sozialarbeit bei Obdachlosen und anderen Hilfsbedürftigen. Sozialpolitik geht vor Ordnungspolitik!
  • Für mehr öffentliche Treffpunkte für Jugendliche und Erwachsene, Spielplätze und Angebote der Freizeitgestaltung, vor allem für Kinder und Jugendliche,
  • für eine offene Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben aller.

Zurück