Sankt Petersburg

4. bis 11. Juni 2017

Wiesbaden hat vielfältige deutsch-russische Kulturbeziehungen, insbesondere zu Sankt Petersburg.

Die russisch-othodoxe Kirche der heiligen Elisabeth auf dem Neroberg – die so genannte „Griechische Kapelle“ – erinnert an die Großfürstin Elisaweta Michailowna, Herzogin von Nassau, die im Alter von 19 Jahren im Kindbett verstarb. Im Michailowski-Palast ist sie aufgewachsen, in Zarskoje Zelo, heute Puschkin, verbrachte sie als Kind die Sommermonate und im Winterpalast, heute Teil der Eremitage, fanden die Hochzeitsfestlichkeiten statt.

Im Werk des russischen Dichters Alexander Michailowitsch Dostojewskij (1821–1881) spielt Sankt Petersburg eine große Rolle. Er hielt sich häufig – leider nicht gerade unter den glücklichsten Umständen – in Wiesbaden auf. Die Stadt diente ihm in seinem Roman Der Spieler als Vorbild für Roulettenburg. "Ihm selbst war die Spielleidenschaft seines Helden auch nicht fremd. Zum ersten Mal ergriff sie Dostojewskij in Wiesbaden während seines ersten Auslandsaufenthalts im Sommer 1862. Hier zollte er dieser größten aller Dummheiten, wie er das Roulettespiel selber genannt hat, 1863 und 1865 seinen vollen Tribut. Hier verließ ihn diese zerstörerische Leidenschaft auch wieder so plötzlich, wie sie gekommen war: Im April 1871 setzte er sich ein letztes Mal an den Spieltisch im Kursaal." (M. Werschewskaja, Gräber erzählen Geschichte)

 

Weitere Reiseeindrücke und Anekdoten

 

© Fotos und Texte von Brigitte Forßbohm, Herderstr. 31, 65185 Wiesbaden, Tel (06 11) 30 94 33, info@brigitteforssbohm.de

Vor dem Winterpalast

Stadtbilder

Boot unbd Liebespaar an der Moika; die Newabrücke geht nachts auf; Sowjet-Nostalgie; im Sommergarten; vor dem Menschikow Palais; Gebäude mit Relief aus den 1930er (?) Jahren;

Michailowski-Palast und Eremitage

Michailowski Palast; Treppenaufgang im Michailowski Palast, heute: Museum für russische Kunst; Teetisch im Michailowski Palast,

Jekaterina Michailowna, Schwester von Elisaweta Michailowna, Karl Brullow (1799-1852);

Vase aus Malachit in der Eremitage.

Peterhof

Morgens in Peterhof:
Die berühmten Wasserspiele um begannen punkt 11 Uhr mit donnernder Musikbegleitung – bei vollem Sonnenschein, so dass das Gold der Figuren nur so glitzerte.

Metro

Denkmäler

Katharina die Große, ... und ihre Minister; Dostojewski und Tschaikowski auf dem Tichwiner Friedhof, dem "Künstlerfriedhof"; Gogol und Puschkin.